“Ich kann nicht mehr rennen oder lustig herum hüpfen – das fehlt mir manchmal.”
Manchmal kommt das Leben anders als man denkt. Vor über 30 Jahren kam die Diagnose Multiple Sklerose (MS). Carla, heute 55 Jahre alt, hat gelernt, ihren Alltag trotz Einschränkungen aktiv zu gestalten und die kleinen Erfolge zu feiern. Ihre Geschichte zeigt, dass Selbstfürsorge, Motivation und der richtige Umgang mit Herausforderungen einen Unterschied machen können.
Wie die Diagnose MS Carlas Leben verändert
Carla erhielt ihre Diagnose der Multiplen Sklerose vor über 30 Jahren. Damals konnte sie selbst nicht ganz verstehen, was dies eigentlich für sie bedeutete. Doch erst etwa 15 Jahre später, erwachte die Multiple Sklerose und brachte wesentliche Einschränkungen für Carla mit sich. MS ist die Erkrankung der 1000 Gesichter. Die Schübe kommen in individuellen Abständen. Man weiß nie, wann es wieder so weit sein könnte. Carla berichtet von drei Schüben, die durch traumatische Erfahrungen ausgelöst wurden, und spricht dabei von Glück. Glück im Unglück, da sie die Krankheit “nicht bestellt oder gewünscht, schon gar nicht darum gebeten” hat:
“Die MS steht nicht im Mittelpunkt, aber sie ist halt da. Akzeptieren werde ich sie wahrscheinlich nie. Aber ich habe immer Hoffnung.”
Radfahren fällt ihr inzwischen aufgrund der Probleme mit dem Gleichgewicht schwer. Ihr leidenschaftliches Hobby Sportschießen ist nur noch eingeschränkt möglich und auch das Lesen wird zunehmend mühsam. Hörbücher sind für sie heute ein guter Ersatz und ein Therapiefahrrad mit drei Rädern ist in Aussicht. Neben den körperlichen Beschwerden kommen auch mentale dazu. Carla berichtet von ihrer inneren Unruhe, den tobenden Gedanken und ihrer abnehmenden Konzentrationsfähigkeit. Ihre Symptome sind äußerlich kaum sichtbar, weswegen sich Carla bewusst dafür entschied, ihre Diagnose nur wenigen Menschen anzuvertrauen. Aus eigener Erfahrung weiß sie, dass viele Menschen in ihrem Umfeld Schwierigkeiten damit haben, mit chronischen Erkrankungen umzugehen. Freundschaften haben sich in der Vergangenheit bereits verändert. Plötzliche Unsicherheit und Ablehnung erschweren den Kontakt.
Mit etwas Enttäuschung in ihrer Stimme erzählt sie, warum sie sich niemandem anvertraut:
“Hauptsächlich wegen den Blicken. Das kann ich nicht gebrauchen, diese falsche Freundlichkeit, diese falsche Hilfsbereitschaft. Viele haben Angst, dass man dann doch Hilfe braucht oder irgendwann nichts mehr gemeinsam unternehmen kann.”
Zwischen Disziplin und Selbstliebe: levidex als digitaler Begleiter
Der Weg war nicht immer leicht. Seit vielen Jahren begleitet die MS Carla nun bereits und mit ihr Unsicherheit, Angst und der Wunsch, wieder Kontrolle über den eigenen Körper zu gewinnen. Carla suchte nach Möglichkeiten, aktiv etwas für sich zu tun. Dabei stieß sie auf levidex, ein digitales Gesundheitsprogramm, das Menschen mit MS dabei unterstützt, selbstwirksam zu leben. Das Programm begleitet Betroffene mit Hilfe wissenschaftlich fundierter Informationen, alltagsnahen Übungen und Tipps zu Ernährung, Bewegung sowie mentaler Stärke.
levidex hat Carla geholfen, Routinen zu etablieren. Die Gymnastikübungen aus dem Programm hat sie mittlerweile ausgedruckt und sichtbar in ihrem Schlafzimmer aufgehängt. So erinnert sie sich täglich daran, aktiv zu bleiben. Das Programm brachte Carla wieder Struktur in ihren Alltag, auch wenn die Motivation zur Bewegung natürlich manchmal schwerfällt. Die kleinen Erfolge – ein täglicher Spaziergang, die Übungseinheiten – geben ihr ein Gefühl von Kontrolle und Selbstwirksamkeit. Ihre Symptome haben sich seitdem tatsächlich verbessert – ein klares Zeichen, wie sehr Routine und Aktivität zählen.
Sie weiß aber auch, wie viel Überwindung es manchmal kostet, das neue Verhalten konsequent durchzuziehen:
“Aber ich habe es halt zu machen, sonst muss ich leiden. Und dieses Leid möchte ich nicht haben.”
Carla hat gelernt, sich selbst zu motivieren, mit sich selbst geduldig zu sein und den Fokus auf das Positive zu lenken. Neben dem Optimismus und der Hoffnung, die Carla durch levidex schöpfen konnte, waren insbesondere die Anregungen zur Ernährung hilfreich. Für sie ist Ernährung zu einem essenziellen Bestandteil des Umgangs mit MS geworden. Entzündungsfördernde Lebensmittel meidet sie konsequent, während sie sich auf gesunde, entzündungshemmende Kost konzentriert. Dabei sieht sie Umstellung nicht als Verzicht, sondern als liebevolle Fürsorge für den eigenen Körper. Diese Einstellung hat nicht nur ihr selbst geholfen, sondern auch ihrem Mann, der dank der Ernährungsumstellung zeitweise seinen Diabetes Typ 2 positiv beeinflussen konnte.
„Man soll sich selbst sein bester Freund sein“, lautet Carlas Motto.
Man soll sich pflegen, sich liebevoll behandeln, aber auch konsequent sein. Die Strategien aus levidex unterstützen sie dabei, ihre Gedanken zu ordnen und den Alltag mit MS gelassener zu bewältigen.
Carlas Wunsch und Gruß an andere MS-Betroffene
Zum Abschluss macht Carla anderen MS-Betroffenen Mut. Ihr wichtigster Rat: Sucht euch verlässliche Informationen und zwar aus mehreren, unabhängigen Quellen. Denn Wissen schafft Sicherheit und hilft, eigene Entscheidungen bewusst zu treffen. Gleichzeitig betont Carla, wie wichtig es ist, Routinen zu entwickeln, kleine Erfolgserlebnisse zu schaffen und auf die drei Säulen Ernährung, Bewegung und Achtsamkeit zu achten. Diese geben Struktur und Halt im Alltag mit der Erkrankung. Außerdem rät sie dazu, professionelle Hilfe anzunehmen, wann immer sie gebraucht wird. Multiple Sklerose ist derzeit noch nicht heilbar, man muss einen Umgang mit der Erkrankung finden. Das benötigt Unterstützung.
“Ich bin ein Mensch, der gerne Hilfe holt und dann auch in Therapie geht, um sich mal auszureden. Da kann man einfach mal jemanden vollquatschen mit Sachen, die niemandem was angehen.”
Carla zeigt, dass MS nicht das Leben dominieren muss. Mit levidex hat sie Werkzeuge gefunden, die ihr helfen, Routinen zu etablieren, Motivation zu behalten und ihre Lebensqualität zu steigern. Ernährung, Bewegung, mentale Stärke und Selbstfürsorge sind für sie Möglichkeiten, das Leben trotz MS zu genießen. Ihr nächstes Ziel: Im Frühjahr mit ihrem Mann einen Tanzkurs besuchen. Ein lebendiges Beispiel dafür, dass das Leben trotz Einschränkungen aktiv und voller Freude gestaltet werden kann.