Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) sind mittlerweile ein fester Bestandteil der medizinischen Versorgung in Deutschland. Sie ergänzen die ärztliche Behandlung durch wissenschaftlich geprüfte digitale Programme, die Patient:innen dabei unterstützen, ihre Erkrankung besser zu bewältigen. Für Menschen mit Multipler Sklerose (MS) gehört levidex zu diesen verordnungsfähigen Anwendungen.
Viele Betroffene wissen jedoch nicht, wie sie ein DiGA-Rezept erhalten, wer eine DiGA verordnen darf oder wie die Kostenübernahme durch die Krankenkasse funktioniert. Hinzu kommen Fragen rund um das E-Rezept, den DiGA-Freischaltcode oder die Möglichkeit, levidex auch ohne Rezept zu nutzen.
In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, wie du dein DiGA-Rezept erhältst, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie du mit levidex unkompliziert starten kannst.
levidex: Das Wichtigste kurz gefasst
- Wer darf levidex verordnen: Alle approbierten Ärzt:innen sowie Psychotherapeut:innen können levidex verordnen.
- Alternative zum DiGA-Rezept: Liegt bei dir bereits eine gesicherte MS-Diagnose vor, kannst du dich in vielen Fällen auch direkt an deine Krankenkasse wenden und einen Freischaltcode beantragen.
- Was die Nutzung kostet: Wenn du gesetzlich versichert bist, nutzt du levidex kostenlos. Deine Krankenkasse übernimmt die Kosten vollständig.
- Private Krankenversicherung: Viele private Krankenversicherungen erstatten die Kosten ebenfalls. Kläre am besten vorab mit deiner Versicherung, ob und in welchem Umfang die Kosten übernommen werden.
- Selbstzahler:in: Du kannst levidex auch ohne DiGA-Rezept erwerben und die Kosten selbst übernehmen.
- Nutzungsdauer: Eine Verordnung gilt für 90 Tage. Wenn du levidex darüber hinaus nutzen möchtest, kann eine Folgeverordnung ausgestellt werden.
Was ist ein DiGA-Rezept?
Ein DiGA-Rezept ist die Verordnung einer Digitalen Gesundheitsanwendung durch eine Ärztin, einen Arzt oder eine psychotherapeutische Fachperson. DiGAs sind digitale Medizinprodukte, die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geprüft wurden und nachweislich dabei helfen können, deine Gesundheit zu verbessern.
Im Gegensatz zu frei verfügbaren Gesundheits-Apps werden DiGAs wissenschaftlich untersucht und erfüllen hohe Anforderungen an Datenschutz, Datensicherheit und medizinische Wirksamkeit.
levidex gehört seit 2023 dauerhaft zum offiziellen DiGA-Verzeichnis und unterstützt Erwachsene mit Multipler Sklerose ergänzend zur regulären medizinischen Versorgung.
Wer darf eine DiGA verordnen?
Viele Patient:innen vermuten, dass ausschließlich Neurolog:innen levidex verschreiben dürfen. Tatsächlich ist der Kreis der verordnungsberechtigten Fachpersonen deutlich größer.
Ein DiGA-Rezept für levidex können ausstellen:
- Neurolog:innen
- Hausärzt:innen
- Fachärzt:innen anderer Fachrichtungen
- Psychotherapeut:innen
Die Verordnung erfolgt über das Muster-16-Rezept oder – sofern technisch möglich – als E-Rezept.
Wann ist ein DiGA-Rezept sinnvoll?
Ob levidex für dich geeignet ist, musst du nicht allein entscheiden. Gemeinsam mit deiner behandelnden Ärztin, deinem behandelnden Arzt oder deiner psychotherapeutischen Fachperson wird geprüft, ob die Anwendung deine bestehende Behandlung sinnvoll ergänzen kann.
levidex richtet sich an Erwachsene mit Multipler Sklerose und unterstützt dich insbesondere bei der Krankheits- und Alltagsbewältigung. Das Programm vermittelt wissenschaftlich fundierte Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie sowie Strategien zu Stressbewältigung, Bewegung, Ernährung und Schlaf.
Die Inhalte werden in interaktiven Dialogen vermittelt und passen sich deinen Antworten an. So entsteht ein individuelles Programm, das du flexibel in deinem eigenen Tempo bearbeiten kannst.
So beantragst du dein DiGA-Rezept Schritt für Schritt
Der Weg von der Verordnung bis zur Nutzung von levidex besteht aus wenigen Schritten.
1. Ärztliches Gespräch
Vereinbare einen Termin bei deiner behandelnden Praxis und sprich deine Ärztin, deinen Arzt oder Therapeut:in auf levidex an.
Gemeinsam prüft ihr, ob die Voraussetzungen für eine Verordnung erfüllt sind.
2. DiGA verordnen lassen
Liegt eine entsprechende Diagnose vor, erhältst du ein Rezept für levidex.
Die Verordnung erfolgt entweder klassisch auf dem Muster-16-Rezept oder zunehmend als E-Rezept.
3. DiGA-Rezept bei der Krankenkasse einreichen
Anschließend reichst du dein Rezept bei deiner gesetzlichen Krankenkasse ein.
Je nach Krankenkasse stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:
- Online-Portal
- Krankenkassen-App
- Postversand
Alternativ kannst du den kostenfreien Rezept-Service von levidex nutzen. Dabei lädst du dein Rezept oder den Patientenausdruck deines E-Rezepts hoch. Der Service übernimmt anschließend die Einreichung bei deiner Krankenkasse.
4. Freischaltcode erhalten
Nach erfolgreicher Prüfung stellt dir deine Krankenkasse einen persönlichen DiGA-Freischaltcode zur Verfügung. Diesen erhältst du je nach Krankenkasse:
- per Post
- digital im Kundenportal
- oder über die Krankenkassen-App.
5. Registrierung bei levidex
Mit deinem Freischaltcode registrierst du dich auf der Website von levidex.
Nach der Bestätigung deiner E-Mail-Adresse kannst du sofort mit dem Programm beginnen.
Da levidex browserbasiert arbeitet, benötigst du keine kostenlose App auf Rezept, sondern nutzt levidex kostenlos direkt über deinen Internetbrowser – ganz ohne Download.
Wie funktioniert das Verordnen einer DiGA auf E-Rezept?
Immer mehr Praxen stellen DiGAs als E-Rezept aus. Bitte deine Praxis in diesem Fall um einen Patientenausdruck des E-Rezepts. Dieser wird häufig auch als E-Rezept-Papiertoken bezeichnet.
Den Ausdruck kannst du anschließend:
- über den Rezept-Service von levidex,
- über die E-Rezept-App der gematik
- oder über die E-Rezept-App deiner Krankenkasse
einreichen. Nach erfolgreicher Prüfung erhältst du deinen persönlichen DiGA-Freischaltcode wie gewohnt von deiner Krankenkasse.
levidex ohne Rezept: Diese Möglichkeiten hast du
levidex kann tatsächlich auch ohne Rezept genutzt werden. Eine ärztliche Verordnung ist nur erforderlich, wenn deine Krankenkasse die Kosten übernehmen soll.
Möchtest du levidex selbst bezahlen, kannst du die Anwendung auch ohne Rezept erwerben.
Darüber hinaus hast du bei vielen gesetzlichen Krankenkassen die Möglichkeit, den Freischaltcode der DiGA direkt mit einer vorhandenen Diagnosebestätigung zu beantragen. In diesem Fall prüft deine Krankenkasse die Unterlagen und stellt dir anschließend den Zugang bereit.
levidex und Krankenkasse: Wer übernimmt die Kosten?
Da levidex dauerhaft im DiGA-Verzeichnis des BfArM gelistet ist, übernehmen grundsätzlich alle gesetzlichen Krankenkassen die Kosten, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.
Dazu gehören insbesondere:
- eine entsprechende Diagnose
- eine Verordnung oder Diagnosebestätigung
Wenn du gesetzlich versichert bist, entstehen dir dabei keine zusätzlichen Kosten.
So erhältst du levidex als Privatversicherte:r oder Selbstzahler:in
Auch wenn du privat krankenversichert bist, kannst du levidex nutzen. Viele private Krankenversicherungen erstatten die Kosten für Digitale Gesundheitsanwendungen. Erkundige dich einfach vorab, ob und in welchem Umfang die Kosten übernommen werden.
In vielen Fällen wird zunächst ein Kostenvoranschlag eingereicht. Nach der Kostenzusage kannst du levidex beziehen und anschließend gemeinsam mit dem Rezept und der Rechnung zur Erstattung einreichen.
Du kannst levidex auch als Selbstzahler:in erwerben. Dafür reicht lediglich eine Anfrage per E-Mail an das DiGA-levidex-Team. Anschließend erhältst du den Zugangsschlüssel für levidex sowie eine Rechnung. Die Kosten entsprechen dem regulären Preis einer 90-Tage-Lizenz.
So lange kannst du levidex mit einem DiGA-Rezept nutzen
Eine Verordnung für levidex gilt für 90 Tage. Gleichzeitig entspricht dieser Zeitraum der empfohlenen Mindestnutzungsdauer, damit du die Inhalte vollständig bearbeiten und langfristig von der Anwendung profitieren kannst.
In vielen Fällen wird deshalb eine Folgeverordnung empfohlen. Damit du levidex ohne Unterbrechung weiter nutzen kannst, solltest du dich rechtzeitig vor Ablauf der 90 Tage mit deiner behandelnden Ärztin, deinem behandelnden Arzt oder deiner psychotherapeutischen Fachperson über ein Folgerezept austauschen.
Folgeverordnung: levidex langfristig nutzen
levidex kann beliebig oft erneut verordnet werden, sofern die medizinischen Voraussetzungen weiterhin erfüllt sind.
Damit du levidex ohne Unterbrechung nutzen kannst, solltest du dich rechtzeitig um eine Folgeverordnung kümmern.
Aus Datenschutzgründen werden deine personenbezogenen Daten jedoch nach Ablauf der Nutzungsdauer gelöscht. Möchtest du deine bisherigen Fortschritte behalten und nahtlos weitermachen, solltest du deinen neuen DiGA-Freischaltcode noch vor Ablauf der aktuellen Verordnung einlösen.
Digitale Unterstützung bei Multipler Sklerose: levidex
Du möchtest aktiv etwas für dein Wohlbefinden tun und suchst nach wissenschaftlich fundierter Unterstützung im Umgang mit Multipler Sklerose? levidex begleitet dich mit interaktiven Dialogen, praktischen Übungen und alltagsnahen Strategien rund um Bewegung, Stressbewältigung, Schlaf und Lebensstil.
levidex ist für Menschen mit Multipler Sklerose auf Rezept erhältlich und wird von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig übernommen. So kannst du direkt starten – flexibel von zu Hause und ergänzend zu deiner bestehenden Behandlung.
Fazit – So einfach erhältst du dein DiGA-Rezept
Der Weg zum DiGA-Rezept für levidex ist unkompliziert. Nach der Verordnung durch eine Ärztin, einen Arzt oder eine psychotherapeutische Fachperson reichst du das Rezept bei deiner Krankenkasse ein und erhältst einen persönlichen Freischaltcode. Alternativ können viele gesetzlich Versicherte den Zugang auch direkt über ihre Krankenkasse beantragen, wenn bereits eine Diagnose vorliegt.
Für gesetzlich Versicherte entstehen keine Kosten. Auch viele private Krankenversicherungen übernehmen die Erstattung nach vorheriger Prüfung. Wer levidex unabhängig von einer Kostenerstattung nutzen möchte, kann das Programm zudem als Selbstzahler:in erwerben.
Mit levidex steht dir eine wissenschaftlich fundierte digitale Unterstützung zur Seite, die dich im Alltag mit Multipler Sklerose begleitet und deine bestehende Behandlung sinnvoll ergänzt.